Werftdreieck in der KTV
Ein Wohnviertel wird geplant – das „Werftdreieck“ bezeichnet das Areal auf dem Gelände der ehemaligen Neptun-Werft zwischen Lübecker Str., Werftstr. und der Bahntrasse Rostock-Warnemünde.
Was ist geplant?
Ein neues Kapitel für die KTV beginnt. Dort, wo früher Industriehallen standen und seit Mitte der 1990er Jahre eine große Brache klaffte, soll in den kommenden Jahren ein lebendiges Stück Stadt entstehen. Geplant ist ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Grünflächen und Begegnung miteinander verbindet.
Die städtische Wohnungsgesellschaft WIRO hat das rund 9 Hektar große Gelände im Herbst 2014 erworben – mit einer klaren Vision: ein durchmischtes, bezahlbares und urbanes Viertel, das Raum für etwa 700 Wohnungen, Gewerbe und einen großzügigen Park schafft. Von Anfang an wurden die Rostockerinnen und Rostocker intensiv beteiligt. In Gesprächen, Workshops und Spaziergängen durch das Gebiet konnten sie ihre Wünsche und Ideen einbringen, weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Eine umfangreiche Sammlung zur Beteiligung und zur Geschichte des Werftdreiecks finden Sie hier in der Dokumentation.
Auf Grundlage des Siegerentwurfs des Wiener Architekturbüros Albert Wimmer wurde der Bebauungsplan entwickelt. Die Rostocker Bürgerschaft beschloss den B-Plan Nr. 10.W.63.1 „Wohnen am Werftdreieck“ im Sommer 2020. Anschließend starteten die Detailplanungen für die Erschließung und ab 2021 auch für die ersten Hochbauten.
Seit Mai 2026 laufen umfangreiche Erschließungsarbeiten der RSAG und der Versorgungsunternehmen, um das Gebiet gut anzubinden und die Infrastruktur für alle Anlieger zu erneuern: Straßen, Wege, Medien und Leitungen werden neu verlegt. Zudem werden die Straßenbahntrasse und die vielbefahrene Lübecker Straße (L22) umgebaut, um bestehende Verkehrsprobleme zu entschärfen sowie die Wohn- und Gewerbegebiete entlang der Warnow besser anzubinden.
Geplant ist, dass die WIRO im August 2026 auf dem Baufeld 1 mit der inneren Erschließung beginnt. Dazu gehören zwei neue Straßen sowie die notwendigen Leitungen für Strom, Wasser und weitere Medien. Außerdem entstehen zwischen Max-Eyth-Straße und Maßmannstraße erste Abschnitte des geplanten Radschnellwegs von Warnemünde in die Innenstadt.
Im Sommer 2023 hat die WIRO die Bauanträge für die Gebäude auf dem Baufeld 1 eingereicht. Die Fläche liegt zwischen S-Bahn-Trasse, Werftstraße und der heutigen Max-Eyth-Straße. Geplant sind:
- Parkhaus mit 375 Stellplätzen und zwei Gewerbeeinheiten
- Bürogebäude (achtgeschossig)
- Wohnhäuser (vier- bis sechsgeschossig) mit insgesamt 166 Wohnungen (2- bis 5-Raum) und drei Gewerbeeinheiten, darunter eine Gastronomiefläche
Für das Parkhaus und die Wohnhäuser liegen die Baugenehmigungen bzw. Genehmigungsfreistellungen vor. Die Genehmigung für das Bürogebäude steht noch aus (Stand: 30.05.2026). Erst wenn alle Genehmigungen vorliegen, kann die WIRO die Hochbauplanung konkretisieren. Der Baustart für die Gebäude hängt zudem von der Baukosten- und Zinsentwicklung sowie möglichen Förderprogrammen ab.
Kontakt
WIRO KundenCenter Reutershagen
Telefon: 0381 4567-3310
E-Mail: reutershagen{at}WIRO.de
Zahlen, Daten, Fakten
| Grundstückgröße | 9 Hektar |
|---|---|
| Wohnfläche gesamt | ca. 43.000 m² |
| Anzahl Wohngebäude / Geschosse | noch offen / 4 - 6 Geschosse |
| Anzahl Wohnungen | ca. 700 |
| davon öffentlich geförderte Wohnungen | ist geplant |
| Energiestandard | KfW 55 |
| PKW-Stellplätze | 2 Parkhäuser, außerdem Ladestationen für Elektro-Autos |
| Außenanlagen | ca. 2 Hektar großer öffentl. Werftpark mit Kayenmühlengraben |






